Natur und Landschaft

Die Geschichte des Nissum Fjords
Der Nissum Fjord hat sich in den letzten 150 Jahren stark verändert. Viele fjordnahe Flächen wurden trockengelegt und kultiviert. So versuchte man beispielsweise in den 1870ern, das gesamte Felsted Kog trockenzulegen, doch ein Sturm zerstörte wenige Jahre später den Damm zum Nissum Fjord, so dass sich der Koog wieder füllte. Die Reste des Damms bilden heute zahlreiche kleine Inseln nördlich von Felsted Odde. Gleichzeitig wurde in Thorsminde eine Schleuse gebaut, die seither den Wasseraustausch reguliert. Früher wurde intensiv im Fjord gefischt, doch in den meisten der kleinen Häfen dienen die Jollen heute nur zur Zierde.
 
Fjordgrund
Der Fjord ist heute stark von Nährstoffen aus der Landwirtschaft beeinträchtigt, was dazu führt, dass in großen Bereichen am Fjordgrund kein Pflanzenwachstum mehr vorhanden ist. Früher gab es eine ausgedehnte Pflanzendecke in großen Teilen des Fjords, die den Wasservögeln, z.B. den Schwimmenten, gute Nahrungsbedingungen bot. Doch viele der Pflanzen, wie das wichtige Seegras, verschwanden im Laufe der 1980er Jahre.
 
Wildresevat Felsted Kog
Bereits 1936 wurde der Felsted Kog als Wildreservat ausgewiesen, und dies gilt mittlerweile für den ganzen Fjord. Das bedeutet, dass der Zugang zu Teilen des Fjords und zu den alzwiesen aus Rücksicht auf die Vögel reguliert und dass die Jagd eingeschränkt ist – im Felsted Kog und Bøvling Fjord ist sie ganz verboten. Auch Windsurfen ist aus dem gleichen Grund nur in zwei Bereichen bei Thorsminde und Sdr. Nissum erlaubt.