Natur und Landschaft

Lage
Das Naturschutzgebiet Tipperne ist eine Halbinsel an der südlichen Spitze des Ringkøbing Fjord, etwas nördlich von Henne Strand und Nymindegab und südlich von Hvide Sande.

Zugang
Nur die Straßen und Wege von Værnengene sind öffentlich zugänglich, die Wiesen dürfen jedoch nicht betreten werden. An der Durchfahrtsstraße gibt es mehrere Parkplätze, u.a. an den drei Vogelbeobachtungstürmen. Bei einem Besuch im Tipper-Reservat fährt man vom Gatter an der Reservatsgrenze bis zum Parkplatz am Tipperhuset.
 
Das Tipper-Reservat
Im Tipper-Reservat ist aus Rücksicht auf die Vögel der Zugang für Besucher begrenzt. Zu folgenden Zeiten ist ein Besuch des Vogelschutzgebietes möglich:

Sonntags im Zeitraum 1. Febr. – 31. März:
10.00–12.00 Uhr.
 
Sonntags im Zeitraum 1. April – 31. Aug.:
8.00–10.00 Uhr.
 
Sonntags im Zeitraum 1. Sept. – 30. Nov.:
10.00–12.00 Uhr.
 
1. Dez. - 31. Jan. geschlossen.
 
Wichtige Informationen
Autofahrer müssen der Straße bis zum Parkplatz am Tipperhuset folgen. Anhalten und Aussteigen unterwegs ist verboten, außerdem ist es nicht erlaubt, die Wiesen an der Straße zu betreten. Auf diese Weise werden die Vögel am wenigsten gestört. Am Tipperhuset nimmt ein Forstmitarbeiter die Besucher in Empfang. Neben dem großen Vogelbeobachtungsturm gibt es hier auch eine Ausstellung über Tipperne. Man kann auch den ca. 2 km langen Naturpfad begehen, der am Turm beginnt. Fernglas und Bestimmungsbuch nicht vergessen!
 
Geschichte
Bereits 1898 wurde die Vogelwelt von Tipperne unter Schutz gestellt, um ihr ein ungestörtes Brut- und Rastgebiet zu sichern. 1928 wurde das Reservat eingerichtet und eine Aufsichtsperson angestellt. Heute ist es dem Umweltministerium unterstellt und wird vom Generaldirektorat für Forst und Natur durch das Staatsforstamt Oxbøl verwaltet, das für Aufsicht und Pflege zuständig ist. Die Vogelwelt auf Tipperne wird intensiv von Ornithologen überwacht, die von der Forschungsinstitution Danmarks Miljøundersøgelser des Umweltministeriums mit dieser Aufgabe betraut wurden. Seit 1928 werden die Brutvögel jedes Jahr gezählt – eine ähnlich lange Zählperiode gibt es nur an wenigen Orten in Europa.

Tippernes Wiesen müssen gepflegt werden
Bei mangelnder Nutzung und Pflege verwandeln sich die vogelreichen Salzwiesen in vogelarme Teiche mit Schilfrohr und Weidengebüsch. Daher wird das Gras der Wiesen durch Beweidung, Heuernte und Mähen kurz gehalten, was für brütende und rastende Wasservögel optimal ist. Ausgedehnte Kurzgraswiesen sind in Dänemark zu einem seltenen Naturtyp geworden. In Gräben und Flutrinnen wird das Wasser aufgestaut, um die Wiesen während der Brutzeit feucht zu halten.
 
Besonderer Schutz
Die Binnengewässer und das Meer rund um Dänemark sind von großer Bedeutung für Zugvögel wie Gänse, Enten und Watvögel. Dadurch ist das Land international verpflichtet, diese Vögel zu schützen. Um den Vögeln die nötige Ruhe zum Brüten, Rasten und zur Nahrungssuche zu bieten, müssen manche Gebiete für den Verkehr und die Jagd gesperrt werden. Tipperne ist Teil der Naturschutzmaßnahmen am Ringkøbing Fjord und außerdem als international bedeutendes Gebiet für Wasservögel gemäß Ramsar-Konvention und Vogelschutzdirektive der EU ausgewiesen.

Værnengene
Der südliche Teil der Tipper-Halbinsel heißt Værnengene. Hier darf man sich auf den Wegen das ganze Jahr über frei bewegen.