Photo: Carsten Gadgaard.
Photo: Carsten Gadgaard.

Die Vögel des Jahres

Möwenschutz
In den Seen an der Schleuse Sneum hat man auch mehrere kleine Inseln angelegt. Hier brüten Tausende Lachmöwen, deren Geschrei den ganzen Sommer über die Luft erfüllt. Die Möwen bieten vielen anderen Vogelarten Schutz. Die zahllosen Augenpaare warnen rechtzeitig vor Raubvögeln wie z.B. Rohrweihe und Wanderfalke, die häufig hier vorbeikommen. In einer solchen Situation erheben sich sämtliche Möwen in die Luft und vertreiben die dadurch gestressten Raubvögel. Der Schwarzhalstaucher, der sich jedes Frühjahr auf dem See aufhält, ist somit völlig abhängig von der Anwesenheit der Möwen, und aus diesem Grund sind die Möwen so wichtig für die Vogelwelt des Sees.

Die Vögel an der Schleuse Sneum
Im Frühjahr und im Herbst sieht man viele Watvögel, die den Kleigraben bei Flut als Rastplatz nutzen. Regenpfeifer, Kiebitz, Strandläufer, Brachvogel, Pfuhl- und Uferschnepfe kommen bei steigender Flut in schnellem Pendelverkehr über den Deich auf den See geflogen. Scheinbar kommen einige Arten auch den Sneum Å entlang gezogen und „enden“ an der Schleuse und am Kleigraben. Bisweilen gelangt auch ein Fischadler auf diese Weise hierher, und auch der Eisvogel ist im Winter ein häufiger Gast in den sogenannten Deichgräben entlang des Wegs. Mit hohem, etwas kreischendem Ruf rauscht er wie ein kleiner blauer Blitz über das Schilf. Hier wird die wichtige Rolle der Flusstäler Westjütlands als biologische Korridore deutlich, wenn sich Vogelarten von einem Gebiet ins andere bewegen. Während der Zugzeit und im Winter kann man auch unzählige Enten beobachten. Vor allem die Pfeifenten bringen Farbe in die zeitigen

Frühlingstage im Februar und März
Ihre hohen, etwas klagenden Rufe sind oft die einzigen Vogelstimmen, die im kalten Februar zu hören sind. Pfeifenten können auf dem Wasser liegen und nach Pflanzenteilen auf dem Seeboden fischen. Häufig gehen sie auch an Land, um wie Gänse zu grasen. Nur wenn im Winter der See eisbedeckt ist, sind keine Vögel am Kleigraben zu sehen.