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Natur und Landschaft
Das Wattenmeer und die Marsch
Mitten im dänischen Teil des Wattenmeeres befindet sich die Insel Mandø, und auf dem Festland liegt in der Marsch die mittelalterliche Stadt Ribe, die über den gleichnamigen Wasserlauf mit dem Wattenmeer verbunden ist.
Mandø
Mit nur ca. 950 ha Fläche und etwa 56 Bewohnern ist Mandø ein Winzling unter den Wattenmeerinseln, wenn es jedoch um die Vogelwelt geht, dann zeigt sie ihre wahre Größe. Überall auf Mandø sieht man Vögel – sowohl vor als auch hinter den Deichen, und besonders während der Zug- und Brutzeit ist Mandø ein wahres Füllhorn für Hobbyornithologen. Mandø ist eine der sogenannten Barriereinseln im Wattenmeer. Große Teile der Insel sind tiefgelegene Marschgebiete, die seit 1938 vom Meeresdeich geschützt werden. Ganz im Westen liegt der Ort Mandø hinter einer schützenden Dünenreihe, die sich ca. 10 m über den Meeresspiegel erhebt. Schon auf dem Weg zur Insel - egal, ob Sie über den Ebbevej oder den Låningsvej kommen (beide Wege sind bei Flut überschwemmt, daher unbedingt den Mandø- Bus benutzen!) – sollten Sie die Augen offen halten.
Die Kammerschleuse
An der Mündung des Flüsschens liegt die Ribe Kammerschleuse. Die Ribe Kammerschleuse und die Deiche An der Straße zwischen Ribe und der Kammerschleuse sieht man im Winter große Schwärme von Sing- und Zwergschwänen. Von der Schleuse aus hat man einen schönen Blick auf das Wattenmeer. Im Vorland (den Gebieten vor den Deichen) kann man häufig große Grau- und Weißwangengansschwärme beob-achten. Die Kleigräben (Wasserlöcher, die durch den Abbau von Klei oder Schlick beim Deichbau entstanden sind) unmittelbar nördlich der Schleuse bieten Lebensraum für viele Vogelarten, darunter Watvögel und Schwimmenten.
Kongeå-Schleuse
Vor der Kongeå-Schleuse, 5 km nördlich von der Ribe Kammerschleuse, sieht man vor allem bei Flut unzählige Watvögel, die sich im Vorland und in den höher gelegenen Wattgebieten versammelt haben, welche als Flut-Rastplätze dienen. Südlich der Ribe Kammerschleuse (ca. 1 km) kann man noch immer den Verlauf des alten Flusslaufs in der Landschaft erahnen, und an der alten Mün-dung (im heutigen Vorland) sind oft Schwärme von rastenden Watvögeln zu beobachten, vor allem Strandläufer und Pfuhlschnepfe.
Kleigraben
Weiter südlich (ca. 1 km) liegt der Sdr. Farup Kleigraben, der von Schwimmenten und im Herbst auch von Tausenden übernachtenden Staren genutzt wird. Wenn diese sich bei Sonnenuntergang zur Ruhe begeben, kann man das Phänomen „Schwarze Sonne“ (Sort Sol) beobachten. Am Mandø Ebbevej, 5 km südlich der Kammerschleuse, sieht man im Frühjahr und Herbst Ringelgänse – im Frühjahr mit dunklem Bauch, im Herbst mit hellem oder dunklem Bauch. Außerdem überwintern zahlreiche Schwimmenten hier, vor allem Brandgans, Pfeif- und Stockente.



