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Tag 3
Wattenmeer – Fanø,
Tagestour nach Fanø – der nördlichsten der Wattenmeerinseln. Fanø liegt draußen vor Esbjerg. Die Fähre nach Fanø braucht 12 Minuten. Siehe nähere Information. Fanø ist ein großartiger Ort, wenn man die großen Vogelzüge beobachten möchte. Man schätzt, dass jährlich zwischen 10 und 12 Millionen Wasservögel durch das Wattenmeergebiet ziehen. Fanø bietet viele Möglichkeiten der Vogelbeobachtung – hier sind Seevögel am Strand, kleine Vögel in den Büschen und Wäldern sowie Gänse, Enten und Watvögel zu Tausenden zu sehen. Der beste Zeitpunkt ist bei auflaufendem Wasser, wenn die Vögel gezwungen sind, auf höher gelegene Sandbänke nahe dem Land zu fliegen. Die enorme Sandbank Keld Sand, östlich von Sønderho an der Südspitze der Insel, bietet bei Hochwasser Tausenden von Watvögeln Platz. Hier sind auch außerhalb der Brutzeit Brandgänse sowie Enten und verschiedene Watvögel in sehr hohen Konzentrationen anzutreffen. Fanøs Südspitze ist außerdem ein hervorragender Ort, wenn es um kleine Zugvögel geht. In den Herbstmonaten können Gesträuche und Gärten in Sønderho von müden Kleinvögeln bevölkert sein, die die ganze Nacht geflogen sind und jetzt am Tage etwas auftanken wollen. Hier kann man u. a. Rotschwänzchen, Mönchgrasmücken, Fitisse, Wintergoldhähnchen und Rotkehlchen zu Gesicht bekommen – Vögel, die in sehr großer Zahl unterwegs sein können. Im Oktober sitzen Rotdrosseln und Wacholderdrosseln in allen Gesträuchen. Wenn gerade Sønderho so viele Kleinvögel beherbergt, ist dies darauf zurückzuführen, dass sich die Vögel auf der Insel "am Boden zerstört" niederlassen, wenn sie von Norden her angeflogen kommen.
Man sollte einen Tag auf Fanø verbringen. Schon bei der Überfahrt kann man vom Oberdeck der Fähre aus die Vögel im Watt und entlang der Küste in Augenschein nehmen. Kommt man im Auto an, ist es eine gute Idee, zuerst von Norden (Fanø Bad) den Strand entlang gen Süden nach Sønderho zu fahren. An der linken Seite der Strandauffahrt in Sønderho hält man am besten an, um Rohrdommeln sowie verschiedene Raubvögel beobachten zu können, die im Röhricht oder draußen über dem Wasser gern Kleinvögel jagen. Danach fährt man durch die Stadt und hinunter zum alten Hafen und richtet den Blick übers Watt – den so genannten Keld Sand. Hier sind Teleskope von Vorteil. Unterwegs ist ein Spaziergang durch die alte Stadt anzuraten, auf dem man in Büschen und Bäumen nach Kleinvögeln Ausschau halten sollte. Zuletzt geht es gen Norden (zur Fähre). Ein guter Rat für diese Tour: wählen Sie einen der kleinen Wege an der Ostseite der Insel, wo sich gute Möglichkeiten bieten, Enten und Watvögel zu beobachten.