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Tourvorschläge/Programm
Ankunft – siehe Transport in Dänemark
Tag 1: Skjern Enge – Feuchtgebiet mit phantastischen Vögeln, siehe Karte über das Gebiet
Nehmen Sie das Ergebnis von Nordeuropas größtem Renaturierungsprojekt in Augenschein. Der westliche Teil des Flusstals Skjern Å-dal, genannt Skjern Enge Vest ist eines der wichtigsten Naturgebiete Dänemarks für Watvögel. Das ganze Jahr über sieht man Höckerschwäne, Blesshühner, Kormorane, Fischreiher, Graugänse und viele Arten von Enten. Die ersten Brutvögel des Jahres sind die Graugänse und Stockenten. Später kommen Brandgans, Löffelente, Atlingente und Schnatterente. Die Tauchenten, Reiherente und Tafelente brüten zusammen mit dem Schwarzhalstaucher. In diesem Gebiet kann man auch den Löffler zu Gesicht bekommen, der hier brütet. Die Rohrweihe kreist häufig über dem Röhricht, in dem man manchmal eine Rohrdommel entdecken kann. Im Frühjahr sind Hunderte von Kampfläufern zu beobachten, deren männliche Tiere mit prangenden Federkragen geschmückt sind. Sie sind auf dem Weg von den Winterquartieren in Afrika zu den Brutplätzen im Norden und Osten. Auch Raubvögel gibt es in diesem Gebiet, darunter Kornweihe, Mäusebussard, Rauhfußbussard, Turmfalke, Zwergfalke (Merlin) und gelegentlich Seeadler, Fischadler und Wanderfalke.
Im Laufe eines 4-tägigen Aufenthalts im Gebiet kann man jederzeit nach Skjern Enge zurückkehren, wo oftmals neue Erlebnisse warten. Eine gute Idee ist es, sich über die verschiedenen Beobachtungsunterstände im Gebiet zu informieren – besonders zu empfehlen ist der Beobachtungsunterstand am Lønborggårdsvej. Siehe Kartenübersicht
Tag 2: Besuch auf Tipperne
Am südlichen Ende des Ringkøbing Fjords liegt die Tipper-Halbinsel. Abhängig von der Jahreszeit sind hier immer verschiedene Vögel zu sehen, und gleichzeitig bieten sich hervorragende Beobachtungsmöglichkeiten von den Vogeltürmen, den Pfaden und den Wegen aus. Die Tipper-Halbinsel ist international bekannt und eines der wichtigsten Vogelreservate Nordeuropas. Das Gebiet erstreckt sich über gut 3000 Hektar einer ebenen Landschaft, die aus unzähligen kleinen Seen und Wiesen besteht, die von Rinnen und Gräben durchzogen sind. Große Teile des Gebietes sind mit Röhricht bewachsen. Tipperne gehört zum Naturschutzgebiet Ringkøbing Fjord, das außerdem als ein international wichtiges Gebiet für Wasservögel gemäß der Ramsarkonvention und der Vogelschutz-Richtlinie der EG auserwählt wurde.
Der Vogelzug erreicht im April und im Oktober einen Höhepunkt. Zu dieser Zeit halten sich hier Watvögel wie Alpenstrandläufer, Kiebitz, Kampfläufer und Regenpfeifer auf. Im Frühjahr bekommt das Gebiet Besuch von vielen Gänsen, z. B. Kurzschnabelgans, Graugans, Weißwangengans und Ringelgans.
Aus Rücksicht auf das Vogelleben besteht im nördlichen Teil der Tipper-Halbinsel eine Zugangsbegrenzung. Zu den folgenden Zeitpunkten ist es möglich, ins Reservat zu kommen: An Sonntagen, vom 1. Feb. - 31. März: 10.00 - 12.00 Uhr. An Sonntagen, vom 1. April - 31. Aug.: 8.00 - 10.00 Uhr. An Sonntagen, vom 1. Sept. - 30. Nov.: 10.00 - 12.00 Uhr. Vom 1. Dez. - 31. Jan. geschlossen. Autofahrer müssen dem Weg bis zum Parkplatz am Tipperhaus folgen. Unterwegs darf nicht angehalten werden, und es ist nicht erlaubt, die Wiesen entlang des Weges zu betreten.
Tag 3: Wattenmeer – Fanø, siehe Kartenübersicht
Tagestour nach Fanø – der nördlichsten der Wattenmeerinseln. Fanø liegt draußen vor Esbjerg. Die Fähre nach Fanø braucht 12 Minuten. Siehe nähere Information. Fanø ist ein großartiger Ort, wenn man die großen Vogelzüge beobachten möchte. Man schätzt, dass jährlich zwischen 10 und 12 Millionen Wasservögel durch das Wattenmeergebiet ziehen. Fanø bietet viele Möglichkeiten der Vogelbeobachtung – hier sind Seevögel am Strand, kleine Vögel in den Büschen und Wäldern sowie Gänse, Enten und Watvögel zu Tausenden zu sehen. Der beste Zeitpunkt ist bei auflaufendem Wasser, wenn die Vögel gezwungen sind, auf höher gelegene Sandbänke nahe dem Land zu fliegen. Die enorme Sandbank Keld Sand, östlich von Sønderho an der Südspitze der Insel, bietet bei Hochwasser Tausenden von Watvögeln Platz. Hier sind auch außerhalb der Brutzeit Brandgänse sowie Enten und verschiedene Watvögel in sehr hohen Konzentrationen anzutreffen. Fanøs Südspitze ist außerdem ein hervorragender Ort, wenn es um kleine Zugvögel geht. In den Herbstmonaten können Gesträuche und Gärten in Sønderho von müden Kleinvögeln bevölkert sein, die die ganze Nacht geflogen sind und jetzt am Tage etwas auftanken wollen. Hier kann man u. a. Rotschwänzchen, Mönchgrasmücken, Fitisse, Wintergoldhähnchen und Rotkehlchen zu Gesicht bekommen – Vögel, die in sehr großer Zahl unterwegs sein können. Im Oktober sitzen Rotdrosseln und Wacholderdrosseln in allen Gesträuchen. Wenn gerade Sønderho so viele Kleinvögel beherbergt, ist dies darauf zurückzuführen, dass sich die Vögel auf der Insel "am Boden zerstört" niederlassen, wenn sie von Norden her angeflogen kommen.
Man sollte einen Tag auf Fanø verbringen. Schon bei der Überfahrt kann man vom Oberdeck der Fähre aus die Vögel im Watt und entlang der Küste in Augenschein nehmen. Kommt man im Auto an, ist es eine gute Idee, zuerst von Norden (Fanø Bad) den Strand entlang gen Süden nach Sønderho zu fahren. An der linken Seite der Strandauffahrt in Sønderho hält man am besten an, um Rohrdommeln sowie verschiedene Raubvögel beobachten zu können, die im Röhricht oder draußen über dem Wasser gern Kleinvögel jagen. Danach fährt man durch die Stadt und hinunter zum alten Hafen und richtet den Blick übers Watt – den so genannten Keld Sand. Hier sind Teleskope von Vorteil. Unterwegs ist ein Spaziergang durch die alte Stadt anzuraten, auf dem man in Büschen und Bäumen nach Kleinvögeln Ausschau halten sollte. Zuletzt geht es gen Norden (zur Fähre). Ein guter Rat für diese Tour: wählen Sie einen der kleinen Wege an der Ostseite der Insel, wo sich gute Möglichkeiten bieten, Enten und Watvögel zu beobachten.
Tag 4: Vest Stadil Fjord, siehe Kartenübersicht
Auf einer Tagestour entlang der Westküste gen Norden sollte man die Aufmerksamkeit auf die rechte Seite lenken, denn man kommt durch eine Reihe von Fjordgebieten mit einem sehr interessanten Vogelleben. Der Vest Stadil Fjord liegt nordwestlich von Ringkøbing direkt zur Nordsee hin. Entlang der Westküste zwischen Søndervig und Vedersø führt die Landstraße geradeaus, vorbei an Wiesen, hinunter zum Fjord, der zum Osten hin von einem Deich mit Wander- und Radweg begrenzt ist. Die weit gestreckten Felder und Wiesen um den Fjord sind in jedem Frühjahr und Herbst Rastplatz für Tausende von Gänsen, Enten und Watvögeln. In den Röhrichten brüten mehrere Arten von Entenvögeln sowie Rohrdommeln und Rohrweihen. Die beste Zeit, einen Eindruck vom regen Vogelleben zu bekommen, ist von März bis Anfang Mai. Dann sammeln sich riesige Schwärme von Gänsen, bevor sie weiter gen Norden zu den Brutplätzen in der Arktis ziehen. Vom Husby Klitvej aus (dem Weg zwischen Søndervig und Husby) bieten sich gute Möglichkeiten, die Vögel auf den Feldern in Augenschein zu nehmen. An diesem Weg und dem Stadiløvej, der östlich um das Gebiet verläuft, gibt es Parkplätze. Außerdem ist ein P-Platz am Skelmosevej, der vom Husby Klitvej zum Stadiløvej führt. Vom Sidselbjerg und von den Dünen beim Hof Strandgården hat man gute Aussicht auf das Gebiet.
Der Vest Stadil Fjord ist besonders bekannt für die vielen tausend Gänse, die in diesem Gebiet rasten. Wenn sich die Gänse im Frühjahr sammeln, kann man bis zu 25.000 Kurzschnabel- und Weißwangengänse erleben. Der Vest Stadil Fjord ist jedoch auch ein wichtiger Rastplatz für Enten, Watvögel und Schwäne. Am Fjord sieht man viele verschiedene Entenvögel – Krickenten, Pfeifenten, Reiherenten usw. Im Herbst ist es möglich das Sausen des Flügelschlags von Hunderten von Zwergschwänen zu verspüren, die das offene Wasser ebenfalls als Rastplatz nutzen. Von Brutvögeln, die es lieben, sich in diesem Gebiet aufzuhalten, wäre u. a. der Haubentaucher zu nennen.


